Mehrseillängen im Alpstein 29./30. Mai 2021

Am Samstagmorgen trafen wir uns zu siebt in Brülisau, um gemeinsam Richtung Sämtisersee aufzusteigen. Der Alpstein war wolkenverhangen und obwohl es so aussah, als ob es sich gegen Nachmittag öffnen würde, blieb es den ganzen Tag neblig, was jedoch nicht unsere Stimmung trübte.

Nach der Ankunft am Fälensee genossen wir unseren Lunch und starteten langsam mit der Kletterei. An diesem Tag blieben wir im Klettergarten Bollenwees und frischten die Technik der Teilnehmenden mittels Trockenübungen nochmals auf, bevor wir in die ersten Wände starteten. Zeitweise angefeuert von einer Gruppe betrunkener Appenzellerverbrachten wir den Nachmittag so im Klettergarten und jagten die Wände hoch. Hier reichten die Schwierigkeitsgrade von einfachen Routen bis zu kräftezehrenden Routen im 7. Schwierigkeitsgrad.

Gegen Abend starteten wir zur Hundsteinhütte, wenige Minuten vom Klettergarten entfernt liegt, nicht jedoch ohne auf dem Weg bei einer „Tankstelle“ in Form eines Holzkastens halt zu machen, um dort mit einem Appenzeller-Shot auf den gelungenen Tag welche anzustossen.

Nach dem Abendessen erzählte der durchwegs extrovertierte Hüttenwart eine Geschichte, Kartenspiele und saurer Most beendeten den Abend. Für einen Teil der Gruppe
startete der nächste Morgen um 06.15 Uhr mit einem Bad im nahegelegenen Fälensee, als Gruppe starteten wir dann nach dem Frühstück Richtung Osten, wo wir den Fähnligipfel erklimmen wollten. Nach der Ankunft am Fuss der Wand bereiteten 
wir das Material vor, koordinierten die Seilschaften und starteten in die Wand. In drei Seilschaften auf zwei verschiedenen Routen wagten wir uns Richtung Fähnligipfel. Das Niveau Route war gut an die Teilnehmer angepasst, so dass sich niemand unwohl fühlte und wir alle die Tour und die Aussicht geniessen konnten.

Leider zogen Wolken auf, als wir in der Wand waren, und die Temperatur sank etwas, so dass es auf dem Gipfel frisch wurde und wir uns daher auch schnell wieder auf den Rückweg machten. Der Fähnligipfel bietet abwechslungsreiche Routen mit Wasserrillen und Platten und zudem ein atemberaubendes Panorama vom Gipfel weg.

Wieder am Wandfuss angekommen assen wir etwas und machten wir uns auf den Abstieg nach Brülisau. Auf dem Weg nach unten riss die Wolkendecke nochmals komplett auf und wir durften uns in Brülisau bei strahlendem Sonnenschein voneinander verabschieden, jeder mit den Gedanken bei diesem erlebnisreichen Wochenende.

Categories: Klettern

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